PATRONATSFEST 2013 IN BERLIN – SCHUTZ DER GOTTESMUTTER

Am 13. und 14.10. feierte unsere Gemeinde ihr diesjähriges Patronatsfest in der von der Schwesternschaft dieses Jahr besonders festlich mit Blumengebinden geschmückten Kirche.

Bereits bei der Ankunft am Flughafen Tegel hatte Vater André unserem Kirchenvorsteher einen neuen Bischofsstab (posoch) als Gastgeschenk der Gemeindemitglieder Berlins überreicht, da aufgrund der neuen Flugsicherungsgesetze der letzten Jahre es den Bischöfen verwehrt wird, mit diesem wichtigen Insignium der Bischofsautorität zu fliegen. Bei der Begrüßung in die Kirche vor dem Abendgottesdienst wurde Erzbischof Mark in ein weiteres Geschenk der Gemeinde eingekleidet – eine neue Mantia, genäht von unseren Schwestern unseres Klosters in München-Gauting (Buchendorf). 

Den Großen Abendgottesdienst am Sonntagabend  zelebrierte S.E. Erzbischof Mark von Berlin und Deutschland zusammen mit Erzpriester Dragan (Sekulitsch) von der Serbischen Orthodoxen Kirche in Berlin, unserem Gemeindepriester André (Sikojev) sowie Erzdiakon Georgij (Kobro) aus München. Nach dem Abendgottesdienst lud Erzbischof Mark den Gemeinderat und die anwesenden Priester, den Diakon, die Lektoren Martin und Sergij mit ihren Frauen und seinen Begleiter Mönch Seraphim zum Abendessen in den Gemeindesaal. Die Bewirtung des Bischofs und seiner Gäste organisierten die Älteste Schwester Anna Ivanova und ihre Helferinnen.

Die sehr feierliche Göttliche Liturgie am Montagmorgen zelebrierte Erzbischof Mark zusammen mit Erzpriester Georgij (Antonjuk) von der Berliner Kathedralkirche, Erzpriester Veljko (Gatcis) von der Serbischen Orthodoxen Kirche, Erzpriester Ilija (Limberger) aus Stuttgart, Erpriester Dimitri (Kalatschev) aus Bielefeld, Priester Pjotr (Pacholkov) aus Berlin-Marzahn und unserem Gemeindepriester Vater André.

Zur besonderen Freude der Gemeinde und der zahlreichen Gäste – die Kirche war trotz des Arbeitstages voll – segnete Erzbischof Mark in der 6. Stunde unseren Lektoren Martin (Valchanov) und Sergij (Ivanov-Pankov) zu Hypodiakonen. Während der besonders festlichen Liturgie – Dank an dieser Stelle besonders an Erzdiakon Georgij (Kobro) und unseren Chor – erfolgte dann zum dafür bestimmten Moment (nach dem Lobgesang an die Gottesmutter “Ehrwürdig ist es und recht”) die Weihe von Hypodiakon Martin zum Diakon. Mit dem dreimaligen Ausruf und Singen des “Axios, axios, axios!” durch den Erzbischof, die Priester und den Chor wurde diese Weihe festlich abgeschlossen.

In seiner Predigt erläuterte Erzbischof Mark den tiefen geistigen Sinn des heutigen Festes, die Bedeutung der steten Hilfe der Gottesmutter, aber auch der Wichtigkeit unserer eigenen geistigen Anspannung und asketischen Demut, um dieser Hilfe der Gottesmutter, wie sie sich zum Beispiel in den vielfältigen Wundern der Gottesmutter-Ikone von Kursk erweist, würdig zu sein. Vladyka stellte hier das Beispiel der Pilger in Russland heraus, welche die Ikone dieses Jahr über viele Stunden, oft nachts und nach langer Anreise, im strömenden Regen erwartet und verehrt hatten.

Zu dem alljährlichen Kreuzumzug mit den vier Evangeliums-Lesungen stießen weitere Priester und Ehrengäste zu uns, Vater Dragan in Begleitung seiner Ehefrau Slavitca und Erzpriester Sergij (Silaganov) von der Tegeler Gemeinde ehrten uns, nachdem diese Priester selber in ihren Gotteshäusern das Fest der Gottesmutter zelebriert hatten. Die Ehre, das Kreuz um die Kirche voranzutragen, überließ unser Gemeindeältester Eduard Markovskij in diesem Jahr dem Gemeindeältesten der Serbischen Gemeinde, unserem langjährigen Freund Dragan Mitrovski, der ebenfalls in Begleitung seiner Ehefrau gekommen war. Danach lud die Gemeinde alle Gäste zu einem Festempfang und Mittagessen in den Gemeindesaal, wo die Schwestern unter Leitung von Anna Ivanova alle Anwesenden üppig bewirteten unter tätiger Mithilfe auch der Bruderschaft, vor allem Alexander, Viktor, Lazar und Vsevolod. Danke! Besonderer Dank gilt an dieser Stelle unserem Vladyka, der nach zwei langen und anstrengenden Reisen nach Russland und Serbien uns besucht und diese so herausragenden Gottesdienste für uns zelebriert hat. Besonders interessant war darüber hinaus Erzbischof Marks lebendiger und ausführlicher Bericht über die panorthodoxen Feierlichkeiten anlässlich des Mailänder Edikts in Trier, mit der Weihe der neuen Bischofskirche in Serbien in der Heimatstadt des Hl. Apostelgleichen Kaisers Konstantins.

Nach dem Fest nutzte Erzbischof Mark noch die verbleibende Zeit zu einigen Einzelgesprächen mit dem Klerus und flog dann von Berlin nach London zu einer lokalen Bischofskonferenz.

Zum Ausklang des Patronatsfestes luden Vater André und unser Kirchenältester alle Helfer und Helferinnen, die noch viele Stunden bis zum Abend die Kirche reinigten und Küche und Saal in Ordnung brachten, zu einem gemeinsamen Abendessen. Hier stand vor allem reger Gedanken- und Erfahrungsaustausch mit Vater Ilija Limberger zu zahlreichen Fragen der Jugendarbeit und des Gemeindelebens an erster Stelle.

“Viele Jahre und Gottes Segen” allen Brüdern und Schwestern unserer Gemeinde, unseren Gästen, vor allem unseren Bischöfen – Erzbischof Mark, Erzbischof Feofan und Bischof Agapit – sowie dem neugeweihtem Diakon Martin, seiner Frau Claudia sowie Hypodiakon Sergij und seiner Frau Maria!

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